a
Lorem ipsum dolor sit amet, consecte adipi. Suspendisse ultrices hendrerit a vitae vel a sodales. Ac lectus vel risus suscipit sit amet hendrerit a venenatis.
12, Some Streeet, 12550 New York, USA
(+44) 871.075.0336
silverscreen@edge-themes.com
Links
Follow Us

Fabiola Kim

Fabiola Kim

(Photo: Fabiola Kim)

Die koreanisch-amerikanische Geigerin Fabiola Kim hat sich weit über ihre heimatlichen Gefilde hinaus einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Während sie in den Staaten mit Auftritten u.a. in der Carnegie Hall und bei den Festspielen in Aspen längst zu den stärksten Begabungen ihrer jungen Generation gerechnet wird – die New York Times feiert sie als »brillante Solistin…mit außergewöhnlicher Präzision und Leuchtkraft« – hat sie auch auf europäischen Konzertpodien mehrfach Kritik und Publikum in Staunen versetzen können.

Nun erscheint mit 1939 ihr beeindruckendes Debüt, dessen Programm nicht nur ungeheure Musikalität abverlangt, sondern auch Geschichtsbewusstsein und Einfühlungsvermögen. Unter der Leitung von Kevin John Edusei hat sie mit den Münchner Symphonikern Violinkonzerte von Walton, Hartmann und Bartók eingespielt, die allesamt im titelgebenden Jahr entstanden sind – Werke ganz unterschiedlicher Fasson und von Komponisten, die sich in ganz eigenen musikalischen Sphären bewegten. Die Konzerte offenbaren in der Musik und ihrer geistigen Haltung sowohl Nähe als auch Distanz zum historischen Einschnitt des Jahres 1939 – vor dem großen Weltenbrand.

Béla Bartók, der mit seiner folkloristisch ausgerichteten Musik nicht weniger als eine »Verbrüderung der Völker« anstrebte, hatte bereits unter den Annäherungen der rechten ungarischen Regierung an das Naziregime zu leiden und war spätestens mit dessen Annexion Österreichs, wo sich sein Verlag Universal Edition befand, auch direkt von der politischen Entwicklung betroffen. Hin- und hergerissen zwischen Emigration oder Verbleib in seiner Heimat, flüchtete sich Bartók zunächst in die Arbeit. Für den befreundeten Geiger Zoltán Székely schrieb er sein 2. Violinkonzert. Es stellt den herrlichen Kompromiss zwischen Bartóks moderner Vorstellungswelt und dem Wunsch des Auftraggebers nach einem ›klassischen‹ Konzert dar.

Karl Amadeus Hartmann war als geborener Münchner am unmittelbarsten von der politischen Verfinsterung in Deutschland betroffen: »Zum Stillstand des Schaffens kam die Angst vor dem Kommenden, das Unvorstellbare, die Herrschaft des Ungeistes war wirklich geworden, schien sich auf Dauer einzurichten.« Hartmann verblieb in Deutschland und wählte die innere Emigration. Die Ereignisse des Jahres 1939 stellen den Ausgangspunkt seines Concerto funèbre dar, das er als Trauermusik und Anklage gegen die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten konzipierte: »Diese Zeit deutet den Grundcharakter und Anlass des Stückes an. Der damaligen Aussichtslosigkeit für das Geistige sollte in den beiden Chorälen am Anfang und am Ende ein Ausdruck der Zuversicht entgegengestellt werden.«

Ganz anders war die Situation der Entstehung von Waltons Violinkonzert, das zu jener Zeit in Italien und den USA fernab der drohenden Kriegsgefahr entstand. Nachdem Walton in den 20er-Jahren mit modernen Strömungen geliebäugelt hatte und zum ›Enfant terrible‹ der englischen Avantgarde aufgestiegen war, folgte er in späteren Werken einem subtileren, auf lyrische Qualität bedachten Ton im neoromantischen Stil, wie er auch im Violinkonzert zum Tragen kommt. Den Auftrag zur Komposition hatte er von niemand geringerem als Jascha Heifetz erhalten, der das Werk im Dezember 1939 in Cleveland mit großen Erfolg zur Uraufführung brachte – damit hatten die politischen Ereignisse nun auch Walton eingeholt, der nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs der Premiere seines Werkes nicht beiwohnen konnte.

www.fabiolakim.com

Info
Category:

PR

Date:

Mai 30, 2019